Heller Raum eines Familienzentrums der Stiftung JOB mit Spiel- und Bewegungsbereich

Familienzentren in Potsdam-Mittelmark: Bündnis wendet sich gegen geplante Kürzungen 

Soziale Träger und Kommunen setzen sich gemeinsam für den Erhalt der Familienzentren ein. In einem Positionspapier an den Kreistag sprechen sie sich gegen die geplanten Kürzungen aus. Unterstützung kommt auch von Eltern und Fachkräften aus der Region. 

Den Familienzentren im Landkreis Potsdam-Mittelmark drohen erhebliche Einschnitte. Laut dem aktuellen Haushaltsentwurf für das Jahr 2027 sollen die finanziellen Mittel deutlich gekürzt werden. Statt bislang 1,277 Millionen Euro sind nur noch 777.100 Euro vorgesehen, also rund 500.000 Euro weniger. 

Zahlreiche Träger und Kommunen haben deshalb ein gemeinsames Positionspapier an den Kreistag gerichtet. Darin fordern sie, die Finanzierung der Familienzentren auf dem Niveau von 2026 zu erhalten. Zu den Unterzeichnenden gehört auch die Stiftung JOB. 

Die Familienzentren sind niederschwellige Anlaufstellen für tausende Familien pro Jahr. Sie bieten Raum für Begegnung und Austausch, machen Angebote für Eltern und Kinder und unterstützen Familien bei Fragen und Problemen. Das Bündnis warnt davor, dass weitere Kürzungen die Öffnungszeiten und Angebote massiv einschränken und einzelne Standorte gefährden. 

Auch über das Bündnis hinaus setzen sich Menschen aus der Region für die Familienzentren ein. Eltern haben eine Petition gegen die Kürzungen gestartet. Zudem wenden sich Fachkräfte – darunter Hebammen, Mitarbeitende von Beratungsstellen sowie Kinderärzt:innen – mit Schreiben an den Landkreis und weisen auf die Bedeutung der Familienzentren hin. 

Die breite Resonanz zeigt, dass die Diskussion um die Zukunft der Familienzentren in Potsdam-Mittelmark inzwischen weit über die unmittelbar beteiligten Bündnispartner hinausreicht. Für viele Familien in der Region leisten die Zentren einen wichtigen Beitrag dazu, den Familienalltag gut zu bewältigen.