Historie

1991

  • Angesichts der rasant steigenden Jugendarbeitslosigkeit und fehlender Strukturen für Jugendliche in der Region Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow gründet der Potsdamer Bildungsträger BIUF e. V. die Projektgruppe JOB (Jugend – Orientierung – Beruf).
  • Ziel der Projektgruppe ist es, für benachteiligte Jugendliche berufliche Qualifizierungsangebote im Bausektor zu entwickeln.
  • Von jungen, arbeitslosen Hausbesetzern wird der Verein Gruppe 44 e. V. gegründet, der es sich zur Aufgabe macht, ein Jugendzentrum in Teltow aufzubauen.
  • Die Projektgruppe und der Verein entscheiden sich für eine Zusammenarbeit und wollen das leer stehende und bereits zum Abriss freigegebene Schifferkinderheim in Teltow als neues Jugendzentrum nutzen.

1992

  • Die Projektgruppe JOB bezieht ihre erste Geschäftsstelle in Teltow in der Mahlower Straße und nimmt mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern die Arbeit für das nun offizielle Modellprojekt gegen Jugendarbeitslosigkeit auf.
  • Die erste Förderung des Modellprojekts wird vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ermöglicht.
  • Roland Ernst und Claus Wisser, Eigentümer des Schifferkinderheims, unterstützen das Projekt und schenken die Immobilie der Stadt Teltow. Außerdem übernehmen sie sämtliche Materialkosten für die Sanierung und den Umbau des Fachwerkhauses.

1993

  • Aus der Kooperation der Projektgruppe JOB und des Vereins Gruppe 44 e. V. gründet sich der gemeinnützige Verein JOB e. V.
  • JOB e. V. schließt mit der Stadt Teltow einen langfristigen Nutzungsvertrag für die Übernahme des Schifferkinderheims.
  • Während der dreijährigen Sanierungs- und Umbauarbeiten werden insgesamt 26 Jugendliche, die als schwer vermittelbar gelten, zu Bauwerkern/Bauhelfern ausgebildet.
  • In den Räumen der Geschäftsstelle in der Mahlower Straße beginnt die offene Jugendarbeit (bis 1997).
  • JOB e. V. wird als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt und zudem in den Paritätischen Wohlfahrtsverband aufgenommen.

1994

  • Im Pfarrhaus in Glindow entsteht eine erste Außenstelle für mobile Jugendarbeit.
  • Für die Sanierung des Schifferkinderheims verleiht das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur den Denkmalpflegepreis des Landes Brandenburg.

1995

  • Die Sanierungs- und Umbauarbeiten des Schifferkinderheims werden bis zum Jahresende abgeschlossen.
  • Die Geschäftsstelle des JOB e. V. zieht in das Schifferkinderheim um.

1996

  • Im Januar wird das neue Jugendhaus (ehemals Schifferkinderheim) in Anwesenheit von mehr als 200 Förderern, Freunden, Partnern und Pressevertretern feierlich eröffnet.
  • Die Angebote der offenen Jugendarbeit, die sich vor allem an Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren richten, werden ausgebaut.

2000

  • Nachdem sich JOB e. V. mehrere Jahre erfolgreich in der Jugendarbeit sowie in sozialpolitischen Fachdiskussionen des Landkreises Potsdam-Mittelmark engagiert hat, äußern verschiedene Gemeinden vermehrt den Bedarf, ihre zum Teil kommunal geführten Jugendeinrichtungen in professionelle Hände zu geben.
  • Die erste von vielen Einrichtungen, die JOB e. V. künftig übernimmt und die Angebote ausbaut, ist der Jugendclub in Beelitz.

2001

  • Nach einem Ausschreibungsverfahren des Jugendamtes Potsdam-Mittelmark engagiert sich JOB e. V. fortan auch im Arbeitsbereich „Hilfen zur Erziehung“.
  • Der Verein richtet seine erste Stelle für Sozialarbeit an Schulen ein.

2003

  • Nach einer weiteren Ausschreibung des Jugendamtes Potsdam-Mittelmark ist JOB e. V. künftig als Träger von Sozialarbeit an mehreren Schulen im Landkreis tätig.
  • In Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Neuseddin wird das Schulverweigerer-Projekt mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds ins Leben gerufen. Das Projekt soll SchülerInnen, die die Klassenstufe 9 wiederholt nicht schaffen werden, beim Erwerb des Schulabschlusses unterstützen.
  • Regionale Angebote der offenen und mobilen Jugendarbeit werden in diesem und den folgenden Jahren kontinuierlich ausgebaut.

2004

  • JOB e. V. bietet erstmals für in Potsdam lebende Familien ambulante Hilfen zur Erziehung an. In den folgenden Jahren werden die ambulanten Hilfen auf den Landkreis Potsdam-Mittelmark ausgeweitet.
  • Der Verein tritt der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen bei.
  • Mit der Gründung der Tochtergesellschaft JOB-SpielWerk gGmbH gehört nun auch die integrierte Tagesbetreuung von Kindern zum Leistungsangebot des JOB e. V.

2005

  • Die Tagesbetreuung an den sechs Förderschulen in Potsdam-Mittelmark mit insgesamt 250 Kindern wird an die JOB-Spielwerk gGmbH übertragen.
  • Da in den folgenden Jahren die meisten Förderschulen geschlossen werden, findet die Tagesbetreuung später nur noch in Kleinmachnow statt.
  • JOB e. V. ist während der vergangenen fünf Jahre von fünf auf 50 Mitarbeiter gewachsen.

2006

  • Das „Büro für Erziehungsfragen“ wird in Werder (Havel) eröffnet. Hilfesuchende Eltern, Kinder und Jugendliche erhalten Beratung und Unterstützung in allen pädagogischen und das Familienleben betreffenden Problemen.

2007

  • Nachdem die Gesamtschule Neuseddin in eine Grundschule umgewandelt wurde, zieht das Schulverweigerer-Projekt nach Beelitz um. Neuer Kooperationspartner wird die Solar-Oberschule und auch der Projektname P.U.C. – steht für Praxis, Unterricht und Chancengleichheit – ist neu.

2008

  • JOB e. V. eröffnet ein Familienzentrum in Beelitz, eines der ersten in Potsdam-Mittelmark.
  • Seitdem werden die Angebote für Familien kontinuierlich ausgebaut.

2009

  • In Werder (Havel) eröffnet JOB e. V. ein weiteres Familienzentrum.

2011

  • Die JOB-SpielWerk gGmbH übernimmt die Potsdamer Kita „Kichererbsen“ in ihre Trägerschaft.

2012

  • JOB e. V. tritt dem Sozialraumprojekt des Landkreises Potsdam-Mittelmark bei. Alle am Projekt teilnehmenden Städte, Ämter und Gemeinden können auf eigene Schwierigkeiten für Familien, Kinder und Jugendlichen aufmerksam machen und erhalten den Zugang zu Fördermitteln.
  • Das dritte Familienzentrum für die Gemeinden Borkheide und Borkwalde wird eröffnet.

2013

  • Die Kinderschutzberatung, die sich an pädagogische Fachkräfte in Kitas und Schulen richtet, nimmt im Auftrag des Landkreises Potsdam-Mittelmark die Arbeit auf.

2015

  • Auf Bitten des Jugendamtes Potsdam-Mittelmark werden im Jugendhaus Teltow unbegleitete minderjährige Flüchtlinge notuntergebracht. Geplant ist eine kurzfristige Betreuung, die letztlich mehr als drei Monate dauert. Dank des hohen Engagements aller Mitarbeiter kann der Betrieb des Jugendhauses für die deutschen und geflüchteten Jugendlichen dennoch aufrechterhalten werden.
  • Aus dieser Erfahrung heraus entscheidet sich JOB e. V., einen neuen Fachbereich „stationäre Hilfen“ aufzubauen, der sich zunächst auf unbegleitete minderjährige Geflüchtete konzentriert.
  • JOB e. V. wird eines der Gründungsmitglieder des Fachverbandes Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit Brandenburg e.V.

2016

  • Das Anker-Haus in Caputh, ehemals das Hotel „Goldener Anker“, wird als erste stationäre Einrichtung für die Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten eröffnet.
  • In Teltow startet die erste Wohngemeinschaft „Kompass-Wohnen“, die ältere und volljährige Jugendliche bei der Verselbständigung unterstützt. Im Folgejahr eröffnet bereits die zweite Wohngemeinschaft.
  • Die Stiftung JOB wird gegründet und durch das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Brandenburg als rechtsfähige Stiftung anerkannt.

2017

  • Die JOB-SpielWerk gGmbH wird vom Verein JOB e. V. an die Stiftung JOB übertragen.
  • Der Verein wird in die JOB gGmbH, die zweite Tochtergesellschaft der Stiftung, umgewandelt.
  • Beide Tochtergesellschaften treten dem Paritätischen Arbeitgeberverband bei und die Stiftung wird Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen.
  • In den Familienzentren Beelitz und Werder werden spezielle Eltern-Kind-Angebote aufgebaut.

2018

  • Die Stiftung JOB feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit verschiedenen Veranstaltungen übers ganze Jahr.
  • Die erste Kinderwohngruppe, das Kinderhaus „Hafen“ in Wildbruch, wird eröffnet und nimmt die ersten Kinder auf.
  • nach annähernd drei Jahren schließt das Ankerhaus Caputh zum Jahresende, die verbliebenen jungen Bewohner ziehen mit ihrem Betreuerteam in die Jugendwohngruppe Michendorf um